Die Geschichte der Geldscheine - von der Steinzeit bis zur Banknote
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Die Geschichte des Geldes

Alte Geldscheine und Banknoten aus China

100 Cash aus China (1368 – 1398), Foto: Kieselbach

Es war ein langer Weg vom Beginn der Tauschgeschäfte in der Steinzeit vor etwa 300.000 Jahren über die ersten Münzen (500 bis 700 Jahre vor Christus) bis hin zu den ersten Geldscheinen, die vor etwa 1000 Jahren in China in Umlauf kamen. Eines ist den Menschen von damals und der heutigen Generation gemein: Sie waren schon immer ein Volk der Jäger und Sammler – auch wenn dies heute, speziell was älteres Papiergeld angeht, in einer etwas anderen Form geschieht.

Die Entstehung des Geldes

Der Handel durch unserer Vorfahren erreichte in der Jungsteinzeit (5.500 bis 2000 vor Christus) seinen ersten Höhepunkt. Damals wurden durch Ackerbau, Viehzucht und auch durch die Produktion von Keramik und anderen Gütern Überschüsse erzielt, die von anderen begehrt waren. Doch nicht immer hatte der Interessent etwas zu Bieten, das der „Geschäftspartner“ wirklich brauchen konnte. Die Rettung war das erste Primitivgeld: Seltene Steine, Schmuck, Muscheln.

Vorläufer der Münzen waren ca. 1000 vor Christus kleine Messer und Spaten aus Bronze. Doch sie waren noch nicht handlich genug. 300 bis 500 Jahre später wurden etwa zeitgleich in China, Indien und im Bereich des Ägäischen Meers die ersten Münzen ausgegeben. Sie hatten eine feste Größe, ein festes Gewicht und waren auch aufgrund des jeweiligen Metalls in ihrem Wert ziemlich genau zu bemessen. China war auch das Geburtsland des ersten Papiergeldes. Dieses soll es schon um 700 nach Christus gegeben haben, andere Quellen sprechen dafür, dass es vor ziemlich genau 1000 Jahren ins Spiel kam. Doch von den ersten Scheinen gibt es heute keine Spur mehr.

Die ersten Banknoten aus China

Die ältesten noch existenten Scheine stammen aus dem zwölften Jahrhundert, einer Zeit, in der Entdecker Marco Polo in China war. Offenbar wurde es vom russischen Forscher Petr Kozlo in den Jahren 1907 bis 1909 gefunden. Dieser unternahm damals Ausgrabungen im Auftrag der Russischen Geographischen Gesellschaft in der chinesischen Stadt Chara-Choto (Schwarze Stadt), die im 13. und 14. Jahrhundert Zentrum des Tangutenreichs war. Die Geldscheine sind abgebildet in einem Buch von Kozlov, das 1925 in Berlin erschien. Wo die Scheine geblieben sind, weiß heute niemand.

Doch auch die nächstältesten Scheine stammen aus China, den Anfängen der Ming-Dynastie (1368 bis 1644). Die Stücke zu 1 Kuan (1000 Käsch) befinden sich heute in mehreren Sammlungen. Im Sommerpalast des Kaisers in Peking war bei Plünderungen ein ganzes Bündel im Fuss einer Buddha-Statue gefunden worden. Die Scheine waren hergestellt aus der Rinde des in China heimischen Maulbeerbaums, daher die graue Farbe, auf beiden Seiten waren sie in Rot bedruckt. Schon damals gab es Fälschungen, was der drastische Aufdruck erkennen lässt: „Wer Banknoten fälscht oder in Umlauf bringt, wird enthauptet. Wer einen Fälscher anzeigt, erhält 250 Tael Silber zur Belohnung sowie das gesamte Vermögen des Verbrechers.“

Gefälschte Geldscheine? Ein altbekanntes Spiel

Auf heutigen Banknoten wird nur noch mit Zuchthaus gedroht – doch Fälschungen gibt es auch in Europa fast schon so lange wie Papiergeld. Hier machten die damals als Weltentdecker auftretenden Spanier mit dem ersten Papiergeld 1483 den Anfang, neun Jahre bevor der Italiener Christoph Kolumbus in Diensten der Iberer in Amerika landete (1492). Danach folgten zwei andere Seefahrernationen. Die Niederlande 1609 und England 1694. Erst dann kam das erste deutsche Papiergeld ins Spiel.

1705 wurden die ersten „Bancozettel“ in Köln verausgabt von der dort ansässigen „Banco di gyro d’Affrancatione“, die am 2. März 1705 auf Vorschlag des Kurfürsten Johann Wilhelm II gegründet worden war. Der Kölner Hofbankier Johann Heinrich Sybertz (oder Siebertz) gab das Geld heraus und löste es zu „Cölln auf den Hohen Pforten“ ein. Schon 1713 urteilte das Reichskammergericht, dass staatliche „banco zetteln“, die in diesem Fall von der kurpfälzischen Bank zu Köln herausgegeben worden waren, als Zahlungsmittel akzeptiert werden müssten.

Die Zukunft: Geldscheine aus Bits und Bytes?

Danach folgten sächsische und preußische Staatspapiere und Tresorscheine. Rund 100 Jahre später wurden die Banknoten dann neben den Münzen zum allgemeinen Zahlungsmittel in den deutschen Königreichen, Fürsten- und Großherzogtümern. Die Währung lautete damals meist auf Thaler und Gulden und nach Gründung des Deutschen Reiches 1871 dann auf Mark. Rund 130 Jahre später wurde diese 2001/2002 durch den Euro abgelöst. Doch schon deuten sich Zeiten an, in denen vielleicht nur noch elektronisches Geld existieren wird.

 

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